Frühlingstraum und Mandelblüte auf Mallorca

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Ernst-Ingo Nickel – Reiseleiter

Mit strahlendem Lächeln empfing uns Mallorcas Frühlingssonne – und für meine Mitreisenden stieg die freudige Erwartung auf die Insel mit den vielen Gesichtern. Einige kamen zum ersten Mal, andere waren vor vielen Jahren hier und die meisten zum ersten Mal im Winter. Wie ich finde, eine der schönsten Reisezeiten für Mallorca.

Unser Hotel ist schnell erreicht, beim ersten Abendessen lernen wir uns alle näher kennen und starten am ersten Tag, um während einer Stadtrundfahrt, das nahegelegene Palma zu entdecken – eine der schönsten Städte am Mittelmeer. Vom Castello de Bellver, der Festung,  die über der Hauptstadt Mallorcas thront, genossen wir den fantastischen Ausblick auf den belebten Hafen mit seinen unzähligen Yachten und die mächtige Kathedrale La Seu, die das Stadtbild Palmas prägt.

Im Innern der Kathedrale ließen wir uns verzaubern vom Farbenspiel der Sonne, wenn sie durch die prachtvoll bunten Rosettenfenster fällt. Nicht ohne Grund heißt La Seu -  Kathedrale des Lichts. Natürlich durfte auch ein Bummel durch die malerischen Altstadtgassen bis hin zur Markthalle mit ihren Köstlichkeiten während unseres Aufenthaltes nicht fehlen.

Am nächsten Tag fuhren wir quer über die Insel nach Norden Richtung Cap Formentor. Wir fahren morgens, um eine gute Sicht zu haben und bevor die anderen Ausflügler kommen. Der Bus fuhr sicher die Serpentinenstraße hinauf zum windigen Cap Formentor,-jede Kehre bietet einen anderen atemberaubenden Ausblick auf die wunderbare Landschaft.

Anschließend eroberten wir Alcudia,- der Wind legte sich, als wir die gut erhaltene mittelalterliche Stadtmauer des Städtchens erklommen, um ein schönes Gruppenfoto zu machen. Der Ursprung Alcudias liegt in der „Ciutat Romana de Pollentia“, einer gut erhaltenen römischen Ausgrabung, welche sich zwischen der heutigen Stadt und dem Hafen Port d`Alcúdia befindet.

In Alcudia verlor sich der ein oder andere in den zahlreichen kleinen Geschäften und Boutiquen und spätestens auf dem Bauernmarkt, um Oliven, mallorquinischen Käse und jamon serrano oder die Wurst sobrassada vom schwarzen Iberico-Schwein zu probieren und  für zuhaus zu erwerben.

Unser aller Lieblingsausflug führte an die Westküste der Insel. In Port Andratx, dem modernen Hafenstädtchen, in dem sich die Schönen und Reichen treffen, unternahmen wir einen Spaziergang und suchten uns im Geiste die für uns passende Sommerresidenz aus. Entlang der Küstenstraße mit ihren atemberaubenden Ausblicken erreichten wir Deia und die Orangenstadt Soller. Höhepunkt des Tages war, da waren wir uns alle einig, das Klavierkonzert im Kloster von Valldemossa,- wo schon Chopin und George Sands einen Winter verbrachten. Wir bleiben nicht den ganzen Winter hier,- es gibt noch viel zu entdecken!

Da war doch noch was. Ach ja, die Mandelblüte. Man gewöhnt sich so schnell an diesen wunderbaren Anblick. Soweit man schaut, ein rosarotes Blütenmeer, blauer Himmel mit Schäfchenwolken- und wie bestellt zum Fotostopp eine Gruppe munterer Schäfchen, die das Foto perfekt machen. Mallorca zur Zeit der Mandelblüte,- wenn man so viel Glück hat wie wir und die Blüte in voller Pracht erlebt,- ist ein Traum! Ein letztes Foto – und schon ist eine Woche voller schöner Erlebnisse mit netten Mitreisenden schon wieder vorbei. Und alle sind sich einig,- hier waren wir nicht zum letzten Mal!