Mit dem Rucksack durch Kambodscha und Vietnam

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Maren Lübbers – Projektassistentin noz Reisen

Lieblingsländer:   Vietnam, Deutschland & Finnland

Ausschlaggebend für die Reise nach Südostasien  waren nicht nur Erzählungen von den traumhaften Landschaften und interessanten Kulturen,  auch das geringe Preisniveau vor Ort haben uns überzeugt diese  Region für unsere Rucksackreise zu wählen.

ANKOMMEN IN THAILAND…

Das erste Ziel war Bangkok (Thailand), um sich erst einmal zu akklimatisieren und mit der Kultur vertraut zu machen. Die ersten Nächte dort haben wir bereits vorab gebucht. Durch Gespräche mit Mitreisenden  und Erzählungen haben wir dann folgende ungefähre Reiseroute festgelegt:

Siem Reap (Kambodscha), Pnomh Penh (Kambodscha), Sihanoukville (Kambodscha), Koh Rong Samloem (Kambodscha) . Ho Chi Minh City (Vietnam), Mui Ne, Da Lat, Hoi An, Ha Long Bay, Sapa, Ko Tao,  Railay, Koh Lanta, Ko Phi Phi, Singapur

Bangkok möchte ich nur kurz mit einigen Must See´s & Do´s  anreißen.

  • Besuche der überwältigenden Tempel und Paläste, wie beispielsweise „Der Große Palast“

Mein Tipp:  Bei den Planungen beachten, dass in vielen Tempeln eine bestimmte Kleiderordnung vorausgesetzt wird. Schultern müssen meist bedeckt sein, sodass ein T-shirt ratsam ist. Es können aber auch Hemden vor Ort ausgeliehen werden. Tücher reichen teilweise nicht aus.

  • Für Shoppingfreunde ist der Chatuchak Weekend Market ein Paradies. Er öffnet zwar nur am Samstag und Sonntag, ich verspreche aber, dass bei mehr als 10.000 Ständen jeder auf seine Kosten kommt.
  • Frittierte Heuschrecken: Diese sind an vielen Ständen an der Straße zu kaufen und sollten definitiv probiert werden.
  • Tuk Tuk fahren: Dieses Erlebnis möchte ich keinem vorenthalten.

 DIE TEMPEL VON ANGKOR…

Nach den ersten sehr spannenden Tagen in Bangkok,  reisten wir mit dem Bus weiter nach Kambodscha, genauer gesagt  Siem Reap. Absolutes Highlight und größte Sehenswürdigkeit in Siem Reap ist natürlich der Tempelkomplex Angkor. Für die meisten Touristen ist dieses UNESCO Weltkulturerbe auch einziger Grund die Stadt zu besuchen. Wir haben uns für ein Tagesticket in der Tempelanlage entschieden, allerdings kann man auch vor Ort auch ein Drei- oder sogar  Fünf-Tagesticket bekommen. Für uns war das Tagesticket jedoch vollkommen ausreichend.

 Eine der schönsten Erfahrungen der ganzen Reise war der traumhafte Sonnenaufgang direkt beim Tempel Angkor Wat. Um fünf Uhr morgens ist diese malerische Stimmung einzigartig und bezaubernd. Leider waren wir dort nicht die einzigen, Sie sollte sich also darauf einstellen, mit einigen anderen Besuchern um die besten Fotospots zu „kämpfen“.

Die Angkor Tempel sind definitiv ein Must See in Kambodscha und lohnen sich wirklich für einen Besuch. Nicht umsonst diente diese einmalige Anlage bereits zahlreichen Filmen als Kulisse.

Mein Tipp: In Siem Reap für einen Tag ein Tuk Tuk (mit Fahrer) buchen. Dieser fährt Sie durch die Tempelanlage und hat viele nützliche Tipps. So bekommen Sie zwischendurch eine kleine Gehpause und werden gezielt zu den wichtigsten Tempeln gebracht.

AUF NACH PNOMH PENH…

Nach einem zweitägigen Aufenthalt in Siem Reap ging es für uns mit dem Bus weiter nach Pnomh Penh, der Hauptstadt Kambodschas. Diese achtstündige Busfahrt mit überwiegend Einheimischen war durch einen geplatzten Reifen bereits das erste Erlebnis.

 Jeder Tourist, der Pnomh Penh besucht, sollte meiner Meinung nach auch die sogenannten  „killing fields“ in Choeung Ek besuchen. Das war mein emotionalstes Erlebnis während der Reise. Mit Sicherheit ist der Besuch dort kein Vergnügen, gehört jedoch zur Geschichte Kambodschas dazu. In Choeung Ek wurden von 1975 bis 1979 etwa 17.000 Kambodschaner durch das Regime der Roten Khmer exekutiert. Heute ist dort eine Gedenkstätte.

Mein Tipp: Vor Ort können Audioguides ausgeliehen werden. Betroffene erzählen ihre Geschichte auf sehr bewegende Art und Weise. Bei diesen Erzählungen bleibt kein Auge trocken und es hilft einem die Geschichte Kambodschas besser zu verstehen.

ERHOLUNG AM GOLF VON THAILAND…

Mittlerweile waren wir nun gut eine Woche unterwegs, sodass wir beschließen den ersten Stopp am Meer einzulegen. Wir reisten also weiter nach Sihanoukville, einer Küstenstadt am Golf von Thailand, um es uns dort gut gehen zu lassen.

Durch zahlreiche Restaurants und Bars direkt am Strand, fällt einem dies auch nicht besonders schwer. Meine Empfehlung sind definitiv die frischen Milchshakes, die an jeder Starndbar zu bekommen sind. Ein wahrer Genuss! Der schönste Strandabschnitt ist der Otres Beach, der allerdings etwas weiter außerhalb vom Zentrum liegt.

Mein Insider-Tipp: An der Strandpromenade kann man Fähren nach Koh Rong und Koh Rong Samloem buchen. Diese Inseln sind traumhafte Paradiese mit glasklarem Wasser und hellen weißem Sandstrand. Während die größere Insel Koh Rong etwas touristischer ist, kann man auf Koh Rong Samloem so richtig runter kommen und die Seele baumeln lassen.

 Uns ist leider aufgefallen, dass es an einigen Stellen viele Müllansammlungen gibt. Dies liegt leider an dem kaum existenten Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Müll  der kambodschanischen Bevölkerung.

Nach drei Tagen vor Ort, ging unser Abenteuer weiter. Per Nachtbus reisten wir nach Ho Chi Minh City.

DAS NÄCHSTE ABENTEUER WARTET: VIETNAM…

Ho Chi Minh City ist die größte Stadt Vietnams und bei vielen noch unter dem alten Namen Saigon bekannt. Die Stadt ist aufgrund der Lage meist Start- oder Endpunkt einer Vietnamreise. Nach den letzten Tagen am Strand fühlten wir uns komplett erholt und relaxed. Wir rechneten jedoch nicht mit dem Großstadtfeeling, welches uns direkt nach Ankunft traf. So viele Roller und Motorräder auf einem Fleck habe ich nie zuvor gesehen. Es ist chaotisch, heiß und etwas bedrückend.Wir waren zunächst völlig überfordert und brauchten etwas Zeit um uns zurechtzufinden.

Folgende Sehenswürdigkeiten haben wir uns in Ho Chi Minh City angeschaut:

  • Ben Thanh Market

Dieser Markt ist ein Wahrzeichen der Stadt, ein Besuch somit ein Muss. Man kann dort fast alles bekommen und die Händler auch zu guten Preisen runterhandeln.

  • Kriegsopfermuseum (War Remnants Museum)

In diesem Museum wird dem Besucher in zahlreichen einzelnen Ausstellungen mit vielen Bildern die Kriegsgeschichte Vietnams näher gebracht. Zum Teil sind die Bilder nichts für schwache Nerven, jeder Besucher Vietnams sollte sich jedoch mit der Thematik auseinandersetzen.

  • Notre Dame Kathedrale

Die Kathedrale steht mitten in der Stadt und ist ein sehr beliebtes Fotomotiv. Der Besuch kostet keinen Eintritt, jedoch gibt es bestimmte Öffnungszeiten. 

  • Postgebäude Ho Chi Minh City

Direkt schräg gegenüber der Notre Dame Kathedrale befindet die das wirklich schöne Postgebäude. Im Inneren sind einige Souvenirshops zu finden, jedoch kann man auch noch seine Urlaubspost dort abgeben.

Ho Chi Minh City war bei  unserer Reise der Startpunkt. Die nächsten zwei Wochen wollten wir uns bis zum Norden vorarbeiten, sodass wir Hanoi als Endpunkt festlegten. Von dort ging auch der Flieger zurück nach Bangkok.

Mein Tipp: Bei einer noch nicht organisierten Reise empfehle ich als Transportmittel die Open-Tour-Busse, um von Stadt zu Stadt zu fahren. Es gibt zahlreiche Verbindungen und nachts fahren die Busse meist mit richtigen Liegen, sodass die Nachtfahrt zu einer echten Hotelalternative wird. Wenn man allerdings zu groß ist, kann es auch etwas unbequem werden.

 Erster Stopp: Mui Ne…

Mui Ne ist durch die guten Windverhältnisse vor allem bei Surfern und Kitesurfern bekannt.  Unser Interesse galt jedoch etwas anderem, denn Mui Ne beeindruckt außerdem mit den bis zu 30m hohen Sanddünen. Man fühlt sich schnell, als ob man mitten in der Wüste stehen würde und vergisst jegliche Zeit und Geschehen um sich herum. Natürlich kann man dort auch Jeeptouren o.Ä. buchen, welches wir allerdings nicht getan haben.

Nächstes Highlight: Hoi An…

Hoi An ist ein wahrer Traum. Die Altstadt ist wunderschön und lädt mit vielen kleinen Boutiquen zum Bummeln ein. Besonders am Abend lohnt sich ein Spaziergang durch die schön beleuchteten  Straßen. Ein Abendessen im Freien in einem Restaurant in der Altstadt ist dann der krönende Abschluss eines solchen Tages. Übernachtet haben wir im 3-Sterne Sunshine Hotel. Ein sehr sauberes Hotel mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis.

Mein Tipp: In Hoi An sollte man sich in jedem Fall ein Kleid, Anzug  oder Blazer nähen lassen. An Angeboten mangelt es nicht und man hat selbst ziemlich schnell herausgefunden wer gute Qualität zu einem fairen Preis abliefert. Suchen Sie sich vorher im Internet ein Kleid aus, welches Ihnen gefällt und bringen Sie Bilder davon mit. Die Schneider sind meist in der Lage dieses Muster 1:1 nachzuschneidern.

Zum Schluss noch nach Hanoi…

Hanoi war unsere Endstation in Hanoi, hatte jedoch  mit einigen Ausflügen auch sehr viel zu bieten. Wir haben uns für zwei mehrtägige Ausflüge entschieden und diese würde ich Ihnen auch sehr ans Herz legen. Wir haben diese direkt in unserem Hotel in Hanoi gebucht.

1) Ausflug in die Ha Long Bay

Die Ha Long Bay ist natürlich ein Muss, wenn man Vietnam bereist. Es gibt zahlreiche Schiffe unterschiedlicher Kategorie und Preisklasse, die angeboten werden. Wirklich günstig ist keins der Schiffe, vor Ort merkt man jedoch schnell, dass viel Wert auf die Details gelegt wird und die gesamte Crew sehr bemüht ist, sodass man gerne auch etwas mehr bezahlt.  Unser Schiff war die Halong Legacy Cruise 02.

Die Ha Long Bay selbst ist mittlerweile leider sehr überlaufen und auch die viel besuchte Paradise Cave, eine zugegebenermaßen sehr schöne Tropfsteinhöhle, wird anscheinend von allen Schiffen angeboten. Zwar werden die Touristengruppen vor Ort gut koordiniert, da wir jedoch keine Fans von „Massentourismus“ sind, hat uns der Besuch der Bai Tu Long Bay am zweiten Tag sehr gefallen. Auch wenn hier vieles auf die touristischen Gruppen ausgelegt ist,  verlief der Tag etwas ruhiger und abseits der Massen. Ich würde jedem empfehlen eine Tour zu buchen, die auch die Bai Tu Long Bay anfährt.

2) Trekking und Homestay in Sapa

Sapa ist bekannt für die wunderschön grünen Reisterrassen. Zu unserer reisezeit ( Anfang November) waren diese bereits abgeernet, sodass wir die wahre Pracht nicht erleben konnten.  Wir haben in unserem Hotel einen sogenannten Homestay gebucht, sodass wir nach Ankunft in Sapa von unserer Reiseleiterin in Empfang genommen wurden und in dem Haus ihrer Familie übernachten durften. Der Weg in das kleine Dorf war bereits sehr spannend und mit vielen Eindrücken und interessanten Begegnungen geprägt.

In der Familie angekommen wurden wir überschüttet von der herzlichen Gastfreundschaft. Mit einfachsten Mitteln wurde uns ein hervorragendes Abendessen zubereitet und später am Abend durften wir spontan  mit auf die vietnamesische Hochzeitsfeier von Freunden.  Mit solch einem Erlebnis sollte jede Vietnam Reise enden.

Nach Rückankunft in Hanoi, ging der Flieger zurück nach Bangkok, um im Süden Thailands zwei weitere Wochen zu verbringen.  Mit vielen spannenden, emotionalen und überwältigenden Eindrücken im Gepäck ging es schließlich nach sechs Wochen in Südostasien wieder zurück nach Hause.