Thassos - die grüne Insel

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Sonja Ackmann – Mitarbeiterin Nationaler Handel, Dienstleistungen und Agenturen

Lieblingsländer:   Griechenland, Indien

Thassos (Griechenland) - die grüne Insel

Nach Thassos geführt haben uns zwei Zufälle: eine griechische Freundin, die von ihrem Heimatort erzählt hat, der ggü. dieser Insel liegt und eine engagierte Reisebürokauffrau.

Also haben wir für Anfang September 2016 zwei Wochen Thassos gebucht. Flug von Düsseldorf nach Kavala (auch das liegt in Griechenland und kaum einer kennt es). Ein sehr kleiner Flughafen. Und irgendwie fängt da schon die Entspannung an. Mit dem Transferbus 30 Minuten zum Fähranleger und ab auf die Fähre. Gut, dass Thassos keinen eigenen Flughafen hat. Diese Überfahrt ist ein wundervoller Urlaubsbeginn. Griechisch chaotisch aber entspannt schön. Dann ging es für uns noch mal 30 Minuten nach Skala Rachoniou  an die Nordostküste. Schon auf dem Weg immer wieder der Blick auf das herrlich türkisfarbene Wasser und viele kleine Buchten.

Ein kleines, überschaubares Hotel, direkt am Strand (Fußweg 10 Meter), dem unsere Wohnung angeschlossen ist. Kein Halli Galli, aber traumhafte Ausblicke, ein kleiner Pool, Frühstück unter Olivenbäumen, die Liege direkt am Wasser, Schnorcheln, Schwimmen und Riesendonuts essen, rechts oder links den Strand runter zur Taverne?! – im Urlaub kann alles so leicht sein. Und dann den Mietwagen nehmen, solche Buchten kann es doch gar nicht alle auf einer Insel geben?! Wild romantisch. Immer wieder neu. Der Südwesten hat uns weniger beeindruckt, auch wenn dort die bekannteren Orte liegen. Paradise Beach, Marple Beach - wirklich schön, aber auch touristisch und voll. Aber manchmal ist der Weg das Ziel. Richtig groß ist hier eh nichts. Einmal komplett um die Insel schafft man in ca. 3 Stunden. Und was an Theologos so toll sein soll, bleibt uns ein Rätsel. Aber überall freundliche Menschen, besonders Kindern gegenüber.

Schlimmes hat die Insel nach unserer ersten Urlaubswoche ereilt: ein nächtliches Gewitter mit vielen Blitzen. Waldbrand. Am nächsten Morgen sahen wir die Rauchschwaden über den ca. 3 Kilometer entfernten Bergen. Und wir sahen fortan die verschiedensten Löschflugzeuge im Dauereinsatz. Sahen abends den Feuerschein am Himmel und die ersten brennenden Bäume am Bergkamm. Die griechische Regierung ruft den Notstand aus. Zum Glück bleibt unser Ort verschont und es kommen nur wenige Menschen in den kaum besiedelten Bergen zu schaden. 5 Tage fliegen die Löschflugzeug im Minutentakt, tanken in unserer Bucht im Fliegen auf. Gerne hätten wir uns dieses Zuschauen erspart, aber wohin hätten wir gehen sollen.  

Im Süden hat es z.T. bis runter zum Strand gebrannt. Viele herrliche Bäume sind nun schwarz.

Die grüne Insel hat an Farbe eingebüßt. Wir aber kommen auf jeden Fall wieder.

 

Tipps: Schnorchelausrüstung und Badeschuhe nicht vergessen! Nach Prinos auf den Markt fahren und auf der Insel gesammelten Oregano kaufen (geht auch prima mit dem Linienbus). Wer es heiß mag, besser im Juli/August fahren. Wir hatten im September viel Wind und haben manchmal die Sonne vermisst. Tagesausflug: von Skala Prinos mit der Fähre nach Kavala (ca. 2 Stunden). Haben wir mit zwei kleinen Kindern nicht gemacht, bleibt also auf der Liste für das nächste Mal.